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ARD-Spielfilm: Ein Teil von uns

16.11.2016

  • Es ist eben alles eine Frage des Geldes. Wir brauchen für solche Fälle eben viel mehr Sozialarbeiter, an die sich z.B. die jungen Frau wenden kann und die ihr professionell helfen. Das kann man doch seelisch allein gar nicht bewältigen, die eigene Mutter. Die höheren Beamten, unsere Volksvertreter und alle anderen sehr guten Geldbezieher sollten wieder mehr Steuern zahlen, dann ist auch mehr Geld z.B. für Sozialarbeiter da.
  • In 30 Jahren Beratung am Telefon soviel Co-Abhängigkeit erlebt.Jede Unterstützung des Sucht-Systems istl eider keine Hilfe
  • @emma
    Sehe ich auch so, er hat sich trotzdem den für ihn überlebensnotwendigen Selbstschutz aufgebaut, Seine Seele hat gelernt sich zu schützen.
  • @Zuschauer: Zwangseinweisung kann nur der letzte Schritt sein, wenn alle anderen Maßnahmen ohne Erfolg waren und die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Manchmal ist sie leider notwendig. Vielen Menschen konnte damit schon geholfen werden, Allheilmittel ist es aber nicht.
  • @Angehöriger: Ich hoffe wirklich, es wird im Film deutlich, dass weder die eine noch die andere Reaktion der Kinder bewertet wird. Ich habe großen Respekt vor der Entscheidung, sich abzugrenzen. Ebenso kann ich nachvollziehen, wenn das nicht gelingt. Das ist mir wirklich sehr wichtig.
  • da habe ich es bipolar-Gestörter einfacher, wegen Selbstgefährdung hilft der sozialpsychiatrische Dienst. Aber: wenn sich die Kinder in einer depressiven Phase abwenden, tut das dem Betroffenen sehr weh.
  • @Zuschauer Ja, das fände ich auch gut, denn gerade bei Schizophrenen gibt es aelten Krankheitseinsicht, und sie merken auch nicht, wie sehr ihr Unfeld gequält wird.
  • Whatever :-) Toller Film, dank an die Macherin/nen und auch an die ARD für die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit diesen. Super Sache!
  • @Jeannylie: Vielen Dank!
  • Als Produzentin des Films verfolge ich mit sehr großem Interesse die Diskussion und die vielen auch persönlichen Berichte und Beiträge zum Film und Thema. "Ein Teil von uns" wird am 19.11 auf 3SAT wiederholt im Rahmen des 3Sat Zuschauerpreises. Dort kann jeder der möchte auch für diesen Film abstimmen, www.3Sat.de/ard/zuschauerpreis. Vielen Dank von meiner Seite für die vielen anschaulichen Einblicke, die uns viel bedeuten. wir bemühen uns weiter Filme dieser Art zu machen und fühlen uns ermutigt.
  • @ARD, Fr. Bernsdorf, @michi,
    absolut richtig! Das Thema Sucht ist allgegenwärtig. Z.B. Banker - Master of Universe, oder die ständige Sucht sich selbst zu "optimieren" >> Scientology&Co./Konsum.
    Deshalb am besten: THEMENWOCHE - SUCHT
    Einzelkämpfer (wie der Vater/Ehemann) haben keine Empfindsamkeit, nur die Guglbrille und Fernbedienung sind denen nah. Dieses Outsourcing schon im Kopf hat die Gesellschaft erfasst und multipliziert individuelle Schwächen bei vielen Menschen. Der Widerspruch schon im Kindesalter, zwischen dem Grundelement Altruismus und egomanen Einzelkämpfer, macht die reziproke Einstellung in der Gesellschaft sehr schnell unmöglich.
  • @Angehöriger Mein Mann, ein fast hoffnungsloser Alki, sagte später mal zu mir:„Es war richtig, du musstest Dich abgrenzen! Du hast doch viel mehr gelitten als ich - ich war ja dauernd zugedröhnt!" Nur meine - mit viel professioneller Hilfe erworbene Abgrenzung - hat ihm geholfen, stabil zu werden.
  • @Jeannylie: Auch von mir vielen Dank für die interessanten Kommentare!
  • @ARD: Ein großes Lob an das Filmteam und die tollen Schauspieler. Es zeigt hier, dass man nicht allein ist. Jeder Betroffene Angehörige sollte es im Freundeskreis und Job offen machen. Es gibt mehr Verständnis hoffentlich, als man selbst denkt.
  • Wie haben Sie für diesen Film recherchiert? Er zeichnet vieles sehr realitisch nach. Ich bin selbst mit einer alkoholkranken Mutter aufgewachsen und habe einiges aus dem Film selbst erlebt, erlebe es noch heute, z. B. das Bedürfnis nach Rückzug, auch innerhalb vertrauter Beziehung. Nadjas Konflikte wurden sehr gut dargestellt. Haben Sie mit betroffenen Kindern von Alkoholikern gesprochen?
  • Das große Problem unserer Zeit ist doch, dass alle auf der materiellen Ebene ZUHAUSE sind... sich daher nicht in Krisen von ihrem inneren Glauben getragen fühlen können, denn die Kirchen oder sonstigen VEREINE lassen das Individuum oft im Stich.
    Wenn ein Kind eine dramatische Erfahrung macht, dann kann es sich oft an niemanden wenden... im Gegenteil, die Familie will nicht, dass ein negativer Eindruck entsteht bzw. die Eltern fühlen (unbewusst) , dass sie hilflos sind und nicht mit den Gefühlen des Kindes angemessen umgehen können und wahrscheinlich ihre SCHAM nicht zeigen wollen... und der alltägliche Stress FUNKTIONIEREN zu müssen wird akzeptiert.... später spürt dieses Kind unbewusst dass die Eltern es im Stich gelassen haben und verdrängt dieses Gefühl der ISOLATION und EINSAMKEIT mit ALLEN MITTELN....
    Nur wenn wir in Schulen und Ausbildungsgruppen hier sensibel auf "Störungen" im Jugendlichen reagieren und in kleinen Gruppen üben, wie man über sein INNENLEBEN sprechen kann, ohne sich ENTBLÖSST zu fühlen, verhindern wir, dass diese Menschen später VERDRÄNGUNGSSTRATEGIEN als ihr alltägliches Brot erleben...
    Bei denen, die irgendwann in einer Gesundheitskrise ERWACHEN, ist auch nicht immer gewährleistet, dass sie in der Gesellschaft Unterstützung in dem Prozess der Aufarbeitung und Bewältigung der damit verbundenen TRAUMATA erfahren... ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es fällt, einige Zeit der INNENSCHAU und Schmerzbewältigung zu widmen... doch ich bin sehr froh, dass ich durch eine kleine Erbsschaft die Mittel hatte, mir eine AUSZEIT vom FUNKTIONIEREN zu gönnen... und durch sehr schmerzvolle Zeiten der Erinnerung zu gehen... die ganze Kindheit wurde durchgewalkt...bis ich von innen heraus die Entscheidung EIN NEUES UND EIN FREIES LEBEN zu verdienen, getroffen habe... dabei war ich durch eine Meditationslehrerin gut unterstützt ( sie sagte mir Dinge, die niemand so offen ausdrückt.. dass es MISSBRAUCH ist, wenn man Kinder so behandelt (denn alle anderen Leute hielten derlei für NORMAL) .. dadurch gewinnt man neue Kraft, wenn man einen Menschen kennt, der uns versteht und die Dinge klar sieht und benennt... dann erst beginnt die Versöhnung und danach ist auch das Bedürfnis zu Verdrängen überwunden und keine Alkohol oder Droge ist mehr in der Lage diese KRAFT der SELBSTERKENNTNIS zu zerstören... doch dieser Weg ist oft steinig und hart und macht vorrübergehend sehr einsam, denn alle Menschen die wir lieben fühlen sich von uns VERLASSEN ( weil sie noch auf alten Pfaden weitergehen)... nur das Gespräch über solche Erfahrungen verbindet uns dann wieder mit der MENSCHHEIT. denn wir stellen fest, dass auch andere NEUE WEGE suchen und finden... GEMEINSCHAFT ist erst so wirklich möglich, weil wir wieder OFFEN FÜREINANDER SIND und UNS ZEIGEN KÖNNEN mit all unseren Narben...
  • Liebe Frau Bernstorff, ich habe das so gesehen: keine Wertung oder Verurteilung, weder des einen noch des anderen Verhaltens. Vielen Dank dafür! Das haben sowohl Sie als auch die Schsuspieler(innen) hervorragend geschafft.
  • An die Filmemacher: Macht gerne mal einen Film aus der Sicht/Perspektive einer psychisch Kranken und wie sie das Leben wahrnimmt. Das wäre bestimmt auch spannend.
  • An Mama55 : Es tut mir sehr leid, das dir soetwas widerfährt. Ich hoffe, dass sich alles zum Guten wendet für Dich!
  • @Raunhild: In der Regel ist es das Beste, sich abzugrenzen und zu distanzieren. Oftmals bringt es die Betroffenen erst dazu, einen Schritt in Richtung Entzug und Therapie zu gehen, wenn sie alles verloren haben. Aber natürlich gibt es auch hierfür keine Garantie.
  • @Lusmilla: Das sehe ich anders: ich denke, die Figur Irene ist ein Beispiel dafür, dass jemand in so einer Lage sehr viel mitkriegt von dem, was er verursacht. Aber der Schmerz darüber und gleichzeitig auch der Wunsch würdevoll behandelt zu werden, lösen das trotzige und verletzende Verhalten bei ihr aus. Ich denke nicht, dass es mit fehlender Krankheitseinsicht zu tun hat.
  • Der Countdown läuft, noch vier Minuten...
  • @alle: Wir danken für Ihre offenen und ehrlichen Kommentare und persönlichen Erfahrungsberichte!
  • Wenn man die einzige Angehörige eines Suchtkranken oder alten Menschen ist, kann man sich nicht abgrenzen
  • Wenn die AA´s konsequent sind,lassen sie keinen zu den meetigs, der nicht kapituliert,also Verantwortung übernimmt
  • Mir fehlt in diesem Film der Hintergrund der Mutter. Da gibt es Andeutungen zu erlebter Vergewaltigunng, der Ex-Ehemann wirkte auf mich in den wenigen Szenen wie ein typischer Narzisst. Er lässt das Kind bei der Mutter und behauptet, es habe sich "verbündet"?
    Es gibt eine Geschichte vor dieser Geschichte, in der die Mutter Opder war, zugrunde ging, und jetzt als "Problem" definiert wird. Nicht "sie hat Probleme, die anderen Probleme machen", sondern "Sie ist das Problem".
    Wer hat nicht heimlich gehofft,dass sie im Leichenhhaus liegt und die Tochter doc noch mit nach Peru kann?.
    Mit ein wenig Pech hätte aus minach 18 Jahren Ehe auch so eine Frau werden können.
    Ich hatte die "Gnade der späten Geburt" in eine Gesellschaft, in der Hilfen zu finden sind.
    Die Folgen für die Angehörigen, die mitfühlen können, sind entsetzlich. Das ist ier sehr gut dargestellt.
    Der von mir vermutete Verursacher jedoch, der lehnt sich zurück und "lässt verrecken". Wie wäre es mit einem Film zu solchen "Menschen"?
  • @Tina: Ich habe mit Angehörigen von psychisch Kranken gesprochen, die mir Ähnliches berichtet haben wie Sie jetzt. An Angehörige von Obdachlosen dagegen, sind wir in der Recherche nicht herangekommen. Da scheint es nochmal ein stärkeres Gefühl von Stigma und Schuld zu geben. Vielen Dank für Ihre Offenheit!
  • Vielen lieben Dank für die große Offenheit an alle Teilnehmer der Diskussion. Ich nehme ganz viele Gedanken mit nach Hause!
  • Liebe Teilnehmer, unser Chat ist jetzt leider beendet. Wir hoffen, Euch bei Euren Fragen ein Stück weitergeholfen zu haben. Vielen Dank fürs Zuschauen, Mitmachen, für Kritik und Lob - wir wünschen allen eine gute Nacht!
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