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Ihre Fragen zum Erben und Vererben

  • Vielen Dank für Ihre zahlreichen Fragen und Anmerkungen! Leider müssen wir den Chat an dieser Stelle beenden.
  • Meine Frau und ich sind seit 25 Jahren verheiratet. wie haben einen gemeinsamen Sohn, ich habe zudem einen Sohn aus erster Ehe. Wir leben in Zugewinngemeinschaft.
    Im Falles des Todes meiner Ehefrau ist mein Sohn als Nacherbe eingesetzt. Außerdem soll ich meinen Erbteil verlieren, falls ich nach dem Tod meiner Ehefrau erneut heiraten sollte. Vorkehrungen zur Minderung des Pflichtteils sind auch getroffen.
    Ich empfinde diese Regelung als ungerecht. Außerdem bin ich ein freiheitsliebender Mensch.
    Deshalb folgende Fragen:

    1. Kann ich das Erbe zugunsten der Inanspruchnahme eines Pflichtteils und des Zugewinns im Erbfall ausschlagen.
    2. Wie würde dies technisch ablaufen? Bestimmt das Nachlassgericht die Höhe meines Erbteils, oder muss ich mich darum selber kümmern?
    Es geht um ein Erbe in Höhe von mehreren Mio.

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.
  • Im Rahmen einer Erbengemeinschaft haben mehrere Geschwister das Elternhaus geerbt. Ein Gutachten von einem von der IHK vereidigten Sachverständigen für bebaute und unbebaute Grundstücke erbrachte einen Verkehrswert von 150 T €. Ich habe Interesse am Anwesen bekundet, dieses bieten mir die Miterben zum Kauf für 180 T € an oder sie vergeben es an einen Makler für 230 T €. Muss ich als ebensolcher Erbe diese Entscheidung akzeptieren?
  • meine Situation: Single, keine Kinder, noch lebende Eltern, eine Schwester. Was passiert mit meinem Erbe (i.w. eine Eigentumswohnung), wenn meinen Eltern und mir gleichzeitig etwas zustößt und kein Testament vorhanden ist ?
  • @Herr Steiner: Im Überlassungsvertrag ist nichts derartiges geregelt.Der Bruder hat das Haus überlassenbekommen, ohne dass er seinen Pflichtteil anrechnen lassen. Müssten die Eltern den Töchtern möglichst viel zu Lebzeiten schenken, wenn sie dem Sohn möglichst wenig zukommen lassen wollen?



    @Mortimer: Anton Steiner sagt: Dies hängt von der Formulierung des Überlassungsvertrages ab, wahrscheinlich ist dort geregelt, dass er sich den Wert der damals überlassenen Immobilie auf einen künftigen Pflichtteil anrechnen lassen muss, sodass er im Ergebnis nichts mehr zu beanspruchen hat.

    Dem Bruder meiner Frau wurde vor 13 Jahren per notariellem Übertragungsvertrag das Haus der gemeinsamen Eltern überschrieben.
    Die Geschwister, meine Frau und Ihre Schwester, wurden mit jeweils 15.000 Euro abgefunden - im Notarsvertrag sind sie als "weichende Erben" benannt.
    Nun wollen die Eltern ein Testament aufsetzten, wo sie das restliche Vermögen nur noch unter den beiden Töchtern aufteilen. Der Bruder soll nichts mehr bekommen, da er ja schon zu Lebzeiten bedacht wurde.
    Ist das überhaupt möglich, oder hat der Bruder in jedem Fall Anspruch auf einen möglicherweise verbleibenden Pflichtteil?
  • Als ich 1949 geboren wurde, war mein leiblicher Vater längst Richtung Ruhrgebiet weitergezogen. Ich hatte einen Amtsvormund, mein Vater wurde ermittelt, er hat über die Jahre Alimente bezahlt. Vor ca. 40 Jahren haben wir uns für ein paar Stunden an seinem Wohnort getroffen. Inzwischen müsste er längst verstorben sein, ich habe jedoch nie eine Mitteilung erhalten. Auf meine Nachfrage beim Standesamt Erndtebrück wurde mir gesagt, dass meine Existenz dort nicht bekannt ist. Was kann ich bzgl. Erbteil hier machen? Vielen Dank .
  • Als ich 1949 geboren wurde, war mein leiblicher Vater längst Richtung Ruhrgebiet weitergezogen. Ich hatte einen Amtsvormund, mein Vater wurde ermittelt, er hat über die Jahre Alimente bezahlt. Vor ca. 40 Jahren haben wir uns für ein paar Stunden an seinem Wohnort getroffen. Inzwischen müsste er längst verstorben sein, ich habe jedoch nie eine Mitteilung erhalten. Auf meine Nachfrage beim Standesamt Erndtebrück wurde mir gesagt, dass meine Existenz dort nicht bekannt ist. Was kann ich bzgl. Erbteil hier machen? Vielen Dank .
  • @thomas: Anton Steiner sagt: Richtig, wenn Sie ausschlagen bekommen Sie nichts, wenn Sie aber annehmen, sind Sie Erbe und haben Anspruch darauf, alle Unterlagen des Nachlasses, insbesondere Bankbelege einzusehen.
  • @Peter123: Anton Steiner sagt: Beides ja, die Tochter wäre Ihre alleinige Erbin, Sie können sie aber enterben, dann hat sie einen Pflichtteil von 50 Prozent.
  • @Gina: Anton Steiner sagt: Besser ist es natürlich, wenn Sie selbst eine Vertrauensperson finden, ansonsten finden Sie beispielsweise auf der Homepage des Deutschen Forums für Erbrecht geeignete Fachleute.
    Die Befugnisse des Testamentsvollstreckers können Sie im Testament beliebig regeln, in der Regel gehört auch die Wohnungsauflösung dazu.
    Für die Kosten gibt es rechtlich allerdings unverbindliche Vergütungstabellen, die meist einen Prozentsatz zwischen 0,5 und 1,5 Prozent des Nachlasswertes vorsehen, wenn es zum Streit zwischen Testamentsvollstrecker und Erben über die Vergütung kommt, entscheidet das Gericht, wobei es sich meist an diesen Tabellen orientiert.
  • @Ulla: Anton Steiner sagt: Ich kann daran nichts Falsches erkennen.
  • @Erbengemeinschaft: Anton Steiner sagt: Juristisch gibt es für die Auflösung der Erbengemeinschaft an einer Immobilie nur die Brechstange der Teilungsversteigerung, natürlich kann man sich auch anderweitig einigen, aber wenn dies nicht gelingt, können Sie noch so viele Gutachten einholen, die anderen sind an die darin enthaltenen Werte nicht gebunden und können Mondpreise verlangen. Oft hilft die Drohung oder auch der Antrag auf Teilungsversteigerung, um Bewegung in festgefahrene Verhandlungen zu bringen, denn Sie können auch darauf hinweisen, dass Sie durch Mitbieten die Immobilie am Schluss ja doch - und dann sogar günstiger - erwerben können.
  • @Peter D: Anton Steiner sagt: Richtig, dies ist die goldene Regel des Erbschaftssteuer-Sparens: Auf möglichst viele Köpfe verteilen, um Freibeträge auszunutzen.
  • @Brigitte Weihmüller: Anton Steiner sagt: Zurecht hat Ihr Anwalt auf das so genannte Behindertentestament hingewiesen, aber natürlich kann niemand Ihre Mutter zwingen, wenn sie nicht will. Erbschaftssteuer fällt an, sobald der Freibetrag von je 400.000 Euro je Kind überschritten ist.
  • @Maria: Anton Steiner sagt: Ja, das ist möglich, allerdings sind auch einkommensteuerrechtliche Fragen zu prüfen, sodass die Gestaltung durch einen Fachanwalt für Erbrecht zusammen mit dem Firmensteuerberater erfolgen sollte.
  • @Irma: Anton Steiner sagt: Im Fall der Fälle kann Ihr Mann den Pflichtteil verlangen, muss es aber nicht, die Bank kann ihn dazu nicht zwingen. Am sichersten ist aber ein Pflichtteilsverzicht, dieser ist nur wirksam, wenn er notariell beurkundet wird.
  • @KE: Anton Steiner sagt: In solchen Fällen bietet es sich an, dass Sie im Testament anordnen, dass ein Kind das Haus übernehmen darf und das andere Kind auszahlt. Der Preis wird durch Sachverständigengutachten festgestellt und kann dann in Raten ausgeglichen werden, damit das übernehmende Kind dies stemmen kann.
  • @Barbara Schaller: Anton Steiner sagt: Solche Fälle bereiten in der Praxis leider immer wieder Probleme, in der Tat sollten Sie Quittungen und Rechnungsbelege aufheben, um später die Ausgaben für Ihren Herrn Vater belegen zu können.
    Leider ist auch die Schenkung evtl. problematisch, denn es kommt darauf an, ob Ihr Vater bei der Schenkung noch geschäftsfähig war. Aber die gute Nachricht: Die Beweislast für Geschäftsunfähigkeit hat Ihr Bruder.
  • @Gebert: Anton Steiner sagt: Wenn sie sich weiter sträubt, hilft nur eine Erbteilungsklage bei Gericht.
  • @Mir sind 2.500...: Anton Steiner sagt: Hier hilft nur der Gang zum Anwalt, um Ihre Ansprüche zu prüfen und durchzusetzen.
  • @Sonja D: Anton Steiner sagt: Juristisch gibt es keine Verwandtschaft, aber die gute Nachricht: Erbschaftssteuerlich sind Stiefkinder und Stiefenkel den leiblichen Abkömmlingen gleichgestellt, haben also auch den hohen Freibetrag von 400.000 bzw. 200.000 Euro.
  • Wo kann ich mich beraten lassen, wenn ich nicht sicher bin, ob ich ein Erbe antreten soll? Beide Eltern leben noch, wir drei Geschwister verstehen uns gut (auch mit den Eltern), aber die Situation ist hochkompliziert mit Privatinsolvenz eines der Elternteile, aber noch vorhandener Immobilie (der Teil der insolventen Mutter wurde auf einen Bekannten überschrieben, der ihr damals Geld geliehen hatte), darüber hinaus eine Immobilie im Rahmen eines Erbpachtvertrages, der noch für 40 Jahre läuft. Wie kann ich vorab klären, ob es noch Gläubiger aus der Privatinsolvenz gibt? Meine Mutter ist alkoholkrank und in diesen Fragen nicht sehr zuverlässig. Vielen Dank für Ihre Antwort!
  • Mein Mann und ich wollen ein Berliner Testament verfassen in Anwesenheit eines uns bekannten Anwaltes, der aber kein Fachanwalt für Erbrecht ist. Könnte es dadurch Schwierigkeiten mit einem Stiefbruder meines Mannes geben, den er nicht mit einem Erbe bedenken will?
    DANKE für die informarive Sendung!
  • Ist es möglich eine Firma unabhängig vom Grundstück zu vererben? wir sind drei Geschwister, einer soll die Firma bekommen. Im Falle einer Insolvenz wäre das Grundstück allein sehr viel wert. Gibt es eine Möglichkeit es rechtlich zu regeln, dass in diesem Falle das Grundstück unabhängig von der Firma unter den Geschwistern aufgeteilt wird? Oder wäre z.B. eine Verpachtung des Grundstückes und der Firma an ein Geschwisterteil möglich?
  • meine Schwester ist Verstorben das Nachlassgericht hat ihren mann und die geschwister angeschrieben ob ich abschlagen möchte oder nicht es geht um eine angegebene summe von 5000 € die ihr mann am gericht angebeben hat . woher weiss ich ob das alles ist ? könnte es sein das es eine Lebensverischerung gibt ohne eintrag des ehemanns ohne das man dies in erfahrung bringen kann?
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