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Katholikentag Leipzig

BR Religion berichtet vom 100. Katholikentag in Leipzig

    Was suchen Sie beim Katholikentag?   

    Ehrenamtliche aus dem oberbayerischen Ebersberg, elf von rund 2.000 freiwilligen Helfern auf dem Katholikentag, die als Ordner, VIP-Betreuer oder Saalhelfer im Einsatz sind.
    Helfen macht Spaß. Außerdem lernen wir auf dem Katholikentag lauter neue Leute kennen.


    Ebersberger Helfer in Leipzig 
    #kt16 #leipzig @StadtLeipzig @BR24 @BR_Religion @bayern2 @BR_Presse @Pontifex @b5aktuell @zdkonline
    Hoch(schwanger) über Leipzig vor dem #kt16
    STATIONEN-Moderatorin Irene Esmann, gleich um sieben im BR Fernsehen 


    Kurz vor Beginn der Eucharistiefeier am Augustusplatz 

    Auf in einen prall gefüllten Tag beim 100. Katholikentag in Leipzig

    Zwar findet die große Eucharistiefeier zu Fronleichnam auf dem Augustusplatz noch unter verhangenem Himmel statt, aber das Wetter soll besser werden! 

    Vielleicht ist spätestens zur großen Jugendparty mit Konzert, "Leipzig rockt für eine Welt" und bis zum großen Straßenfest am Samstag unter dem Motto "Danke Leipzig!" der Himmel klar. Das wäre den Katholikentagsbesuchern zu wünschen, denn das Dankesfest soll zu einem stadtweiten Picknick werden: An vielen Ecken der Innenstadt werden "DankeLeipzigPicknickBoxen" verteilt. Besucher und Passanten sollen spontan zum Essen zusammenkommen. 

    Heute stehen aber erst einmal ein paar spannende Podien an zu Werteverständnis, Außenpolitik und internationale Verantwortung, zu Religionslosigkeit, Wirtschaftsethik oder Barmherzigkeit. #kt16 #leipzig #katholisch @StadtLeipzig @BR24 @BR_Religion @bayern2 @BR_Presse @Pontifex @b5aktuell @zdkonline

    Das ist jetzt mal keine Zeitungsente, sondern eine Ordensente #kt16 #leipzig #kurios

    Crosspromo: Auch ein schönes Projekt von Kollegen auf dem #kt16 @Wollschmolz

    Risiko Standortfaktor?

    ein Kommentar von Ellen Ueberschär, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags

    Leipzig. Es war eine richtige Entscheidung, den 100. Katholikentag in der sächsischen Metropole auszurichten. Und das aus mindestens drei Gründen.

    Zum einen ist Leipzig die Stadt, die wie keine andere für die Friedliche Revolution von 1989 steht. Die Montagsgebete sind im kollektiven Gedächtnis aller Deutschen ein Symbol für den Bürger-Mut, der  aus christlicher Verwurzelung  wuchs. Erst in den Kirchen, dann auf den Straßen und Plätzen wurde der gewaltlose Protest laut und lauter gegen die  gegen die Unterdrückung von Meinungsfreiheit und Reisefreiheit, gegen die Bevormundung durch das DDR-Regime. In Leipzig weht der Geist der Freiheit. Das passt zur langen Geschichte der Katholikentage, die den Laien eine eigene Stimme verliehen, und wenn es sein musste, mit einem Schuss Ungehorsam gegen die kirchliche Hierarchie. Nur, wo Menschen mutig für ihre Freiheit einstehen, die eingetretenen Pfade verlassen, ist ein neuer Aufbruch möglich. Wenn dieser von Leipzig ausginge, wäre das eine gute Nachricht.

    Ellen Ueberschär 

    Zweitens ist Leipzig eine Stadt in Sachsen. Kein anderes Bundesland macht im Moment so viele negative Schlagzeilen in Sachen Demokratieskepsis. Obwohl Sachsen wirtschaftlich prosperiert, die Arbeitslosigkeit so niedrig ist wie seit 1990 nicht mehr, ist hier Pegida entstanden, werden Flüchtlingsheime angezündet und hier gibt  es ein auffälliges Problem mit Rechtsextremismus. Die politische Grundsituation ist ungemütlich für eine Veranstaltung von Weltverbesserern. 

    Eine ungemütliche Stadt für Weltverbesserer

    Die Entscheidung des Katholikentages, keine Politiker der AfD auf Podien zu bitten, hat ihm weitreichende Kritik eingebracht. Dialogverweigerung allerdings kann man den Verantwortlichen nicht vorwerfen. Eher darf man vor allem Präsident Sternberg dafür dankbar sein, dass er die neue Partei an dem Punkt trifft, wo sie sich selbst widerspricht. Wer das Abendland verteidigen will und gleichzeitig gegen Schutzsuchende Front macht, darf sich nicht christlich nennen. Punkt. Das ist eine klare Position, die diesem Land gut tut.

    Die Entscheidung für Leipzig ist auch aus einem dritten Grund richtig – hier begegnet der Katholikentag dem real existierenden Volksatheismus. Und natürlich auch umgekehrt. Katholikentagsteilnehmer werden von argwöhnisch über teilnahmslos bis freundlich-neugierig beobachtet. Auf manche Leipziger Einwohner wirken sie genau so exotisch wie die Teilnehmer des Gothic-Metal-Festivals eine Woche zuvor.  Der Präsident des ZdK nennt das Bewährung, Einübung in eine gesellschaftliche Situation, wie sie vielleicht in einigen Jahrzehnten auch in Bayern zu erwarten ist – die Christen sind im Osten der Republik eine Minderheit. Ganz Leipzig – die Zahl ist immer wieder zu hören, hat 4% Katholiken, 12% Evangelische. Leicht wird allerdings der qualitative Unterschied übersehen. 

    Die richtige Stadt für ein Zeichen: Glauben heißt verantwortlich handeln

    Sicher – im Westen der Republik entfremden sich Menschen von ihrer Religion. Aber – sie hätten die Wahl. Nichts und niemand würde sie hindern, wieder in die Kirche zu gehen, sich in Gemeinden zu engagieren. Im Osten liegen die Dinge anders. Zwei kirchenfeindliche Diktaturen haben sich in die Köpfe und Herzen eingebrannt. Der viel zu früh verstorbene Leipziger Kirchenhistoriker Kurt Nowak nannte das die „diktaturstaatliche Doppelschädigung“ der Menschen im Osten. Die Feldzüge der
    Zwangssäkularisierung, die im Nationalsozialismus begannen, und  unter dem kommunistischen Regime tief in das Leben der Familien eingriffen, haben ihre Spuren hinterlassen.
    Sie haben ein populistisches Zerrbild von Kirche und Religion kreiert, das bis heute in mannigfaltiger Brechung in den Köpfen herumspukt. Im Ergebnis grassiert eine große Unkenntnis über die Vielfalt religiöser Ausdrucksformen bis hin zu Argwohn und unbegründetem Misstrauen. Die lebensnahe, öffentliche Präsenz von Christinnen und Christen in Leipzig bietet die Chance, Vertrauen zu schaffen, Vorurteile abzubauen und zu zeigen, dass verantwortliches Handeln in der Gesellschaft eine Ausdrucksform des Glaubens ist. 

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