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Mister Tango - der Mann mit dem Schmelz

Der argentinische Tangosänger Carlos Gardel starb am 24. August 1935 bei einem Unfall auf dem Flugplatz von Medellín in Kolumbien. Bis heute ist Gardel der berühmteste Tangosänger der Welt. Er wurde nicht nur in Lateinamerika zum Idol. Frühe US-amerikanische Tonfilmproduktionen machten ihn zum Weltstar.

  • Die Anfänge

    Bis heute ist die Nationalität des Sängers nicht zweifelsfrei geklärt. Sowohl Argentinien als auch Uruguay und Frankreich erheben den Anspruch, Vaterland der Tangolegende zu sein.

    Klar ist: Carlo Gardel, mit bürgerlichem Namen Charles Romuald Gardés, wuchs bei seiner alleinerziehenden Mutter in Abasto, dem Großmarktviertel von Buenos Aires auf. Schon als Junge wurde er als Sänger unter dem Namen El Morocho del Abasto stadtbekannt. Zusammen mit dem Sänger José Razzano machte Gardel später Karriere und wurde auch über die Landesgrenzen hinaus in Uruguay, Chile und Brasilien bekannt.

     

    Der Durchbruch


    Am 11. Dezember 1915 erlitt Gardel bei einem Auftritt in einem Club eine Schussverletzung an der Lunge. Der Sänger überlebte die Verletzung, die gesundheitlichen Folgen behinderten ihn allerdings ein Leben lang. Nachdem Gardel sich von seinem Kompagnon Razzano trennte, um sich ganz auf Tango und Folklore  zu konzentrieren, stieg er mit seinen Kompositionen und Interpretationen zum Weltstar auf und trat in den großen Konzerthallen der Welt auf, unter anderem auch am Broadway in New York. Und auch in Europa erlebte er den Durchbruch.
     

     
    Der Tod

    Am 24. Juni 1935, auf dem Höhepunkt seiner Karriere und während einer Lateinamerikatournee, starb Gardel und mit ihm mehrere Musiker seines Teams beim Zusammenstoß zweier Flugzeuge auf der Landebahn des Flughafens von Medellín in Kolumbien. Aus Verzweiflung begingen zahlreichen Fans daraufhin Selbstmord. Carlos Gardel wurde nur 45 Jahre alt.


     
     
    Die Legende

    In Argentinien ist der Schmelz der Tangolegende Gardel sogar sprichwörtlich geworden: Zwanzig Jahre sind ein Nichts, der Vers aus Gardels Tango „Volver“ wurde zum geflügelten Wort. Und zum Soundtrack des gleichnamigen Films von Pedro Almodóvar. Gardels Originalaufnahmen wurden von der UNESCO in den Rang des Weltdokumentenerbes erhoben. In seinem Heimatstadtteil Abasto erinnert heute ein eigenes Carlos-Gardel-Museum an den Star.

    Der Kult

    Gardel liegt auf dem Chacharita Friedhof in Buenos Aires begraben. Bis heute pilgern jedes Jahr zahllose Fans zu seiner Grabstätte. An seinem Todestag gedenken jedes Jahr weltweit Tangofans des Meisters mit Tanzversammlungen, so wie hier am 78. Todestag Gardels in Medellín. Heute jährt sich Gardels Todestag zum 80. Mal.





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