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Siemens und Co. im Strukturwandel: Hilft immer nur Arbeitsplatz-Abbau

  • Wenn ein Handwerksbetrieb pleite geht und alle Mitarbeiter auf der Straße stehen, dann interessiert das kein Sch.....
    Wenn aber ein Großbetrieb wie Siemens Leute entläßt, dann gibt es ein großes Geschrei, obwohl die Betroffenen großzügig abgefunden werden.
  • Warum ist Siemens bei den Zukunftstechniken nicht Vorreiter? Wie bei vielen deutschen Großkonzernen (Automobilindustrie) fehlt ein echtes Innovations- und Zukunftsmanagement.
  • Man muss weiter ausholen.
    Flughafen BER. Viele die dort ein Geschäft eröffnen wollten, haben viel Geld verloren......
    Sanktionen Russland, Maschinenbaufirmen mussten Insolvenz anmelden, Bauern verschenken Äpfel an Schulen.
    Ausstieg Kernkraft, Siemens schließt Atomsparte in Erlangen. Stromversorger haben Probleme.
    Kein Politiker hat sich dafür interessiert !!!
    Jetzt, wo der Bundestag von den eigenen Problemen
    ablenken will, gibt es wieder die empörten vorgefertigten Sprechblasen.
  • Das Problem ist nicht Siemens sondern der Kapitalismus mit seinen ökonomischen Gesetzen. Der Wettbewerb zwingt Unternehmen aus Selbsterhaltungstrieb effizient zu arbeiten. Man stelle sich vor ein Unternehmen reagiert nicht adäquat auf den Markt, dann ist es morgen pleite. Dann sind vermutlich alle Arbeitsplätze in Gefahr. Die Politik ist hier machtlos, es sei denn er verstaatlicht Konzerne dann haben wir aber Sozialismus, den auch keiner will, sonst würde man anders Wählen.
  • als ich in den 90er Jahren freiberuflich bei Siemens in München arbeitete, hat der damalige Chef "Herr" Pierer über Nacht mehr als 3000 Elektroingenieure in den besten Jahren quasi auf die Strasse geworfen, teilweise noch mit dem zynischen Hinweis, man könne sich ja in dem neu eröffneten Verwaltungszentrum in Prag bewerben - natürlich zu den dortigen Bedingungen und Löhnen. Wenige Wochen später winselte dieser "Herr" Pierer ins Mikrophon, man habe Schwierigkeiten Elektroingenieure zu bekommen, die man aber dringend brauche....... es ist einfach nur zum K......
  • soziale Marktwirtschaft steht doch eh nur noch auf dem Papier; wieviel Förderung gab es eigentlich damals für Görlitz? wie hoch sind die öffentlichen Aufträge jährlich an Siemens?
  • Ich habe 1977 bei Siemens ein Praktikum im Rahmen meines Studiums der Elektrotechnik absolviert. Das war gut so, denn sonst hätte ich mich bei Siemens noch beworben. Ich bin erstaunt über meine damalige Weitsicht
  • es ist mitlerweile "gute" tradition bei großunternehemen , sobald nur ansatzweise schwierigkeiten am horizont auftauchen sofort an arbeistplatzabbau zu denken um aktionärsdividenden zu sichern .
    das personal muß immer für managementfehler herhalten.
    das scheint mir doch sehr wenig kreativ zu sein
  • Solche Sichtweisen, wie sie von ihrer Studiuogästin geschildert werden (Arbeitsmobilität) beobachte ich bereits seit nahezu zwei Jahrzehnten als Realität. Das führt ganz klar auch zu einer vollkommen neuen Denkweise bzgl. Wohnen und Wohneigentum, denn nicht selten ist in solchen Fällen der Verkauf des Wohneigentums mit finanziellem Verlust verbunden, denn in einer strukturgeschwächten Region fallen auch die Immobilienpreise.
    Entlassungenbei AG haben aber immer auch mit der Bilanz zu tun. Wenn die Gefahr besteht, dass aufgrund Geschäftsrückgangs die der Gewinn geschmälert wird und damit der Aktienkurs in Gefahr ist, dann wird schnell zu dem verbreiteten und probaten Mittel der Entlassung gegriffen, um die Shareholder ruhig zu halten. Nicht umsonst steigen die Aktienkurse von Unternehmen immer wieder an nach der Ankündigung von Entlassungen.
    Ich persönlich halte das für eine extrem perverse Sichtweise des sog. Marktes, denn wenn ein Unternehmen entlassen muss, dann ist das in der Regel ein Zeichen für die Fehlleistungen des Managements, das aber durch die durch Entlassungen stabilisierten oder steigenden Gewinne und Aktienkurse belohnt anstatt "bestraft" wird.
  • was ich nicht verstehe, dass, im Kontext des Strukturwandels im Energieversorgungsbereich, bisher nie die Option von kontintentalen ( mit der Option von interkontinental ) Energieversorgungstrassen als Option in Betracht kommen. wenn man von Lissabon bis Wladiwostok geht, durchquert man 9 Zeitzonen. Wenn es in Diesen überall Photovoltaikflächen und dazugehörige Stromtrassen geben würde, könnten wir ein völkerverständigendes Energieprojekt realisieren, dass nicht nur ohne den Abbau und Verbrauch von Fossilen Kraftstoffen auskommen würde, sondern auch ein gegenseitigen Gewinn ( Geben und Nehmen ) produzieren würde, was auch vom Aspekt der geopolitischen Stabilität wünschenwert wäre.
  • Wie wärse damit: Statt Arbeitskräft zu entlassen, könnte Siemens doch die Arbeitszeit für Alle reduzieren - z. B. von 40 auf 20 Stunden - und die Gehälter entsprechend senken - evtl. um 50%.
  • Was sehr gerne übersehen wird ist, das jemand der seinen Job verliert sich selten als erstes ein neues Auto oder andere Konsumgüter kauft. Somit zerstören sich die Unternehmen ihre eigenen potentiellen Konsumenten. So entseht ein fataler Teufelskreis.
  • Meiner Meinung nach ist die Lösung für das Dilemma in der Auflösung der Ungerechtigkeit der schonungslosen Gewinnerwirtschaftung auf Kosten der Arbeitnehmer einerseits und andererseits die Abschöpfung des Mehrwertes durch die privaten Eigentümer der Unternehmen zu suchen.
    Solang der Kapitalabfluss aus dem Unternehmen zu privaten Zwecken diese stranguliert, wird uns das Thema Personalabbau und Gewinnerhöhung nicht durch Innovation sondern durch Kostensenkung erhalten bleiben. Positive Beispiele wären Carl Zeiss Siftung Jena, Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmen, ab einer gewissen Unternehmensgröße von regionaler Bedeutung Mitarbeiterbeteiligung + kommunale Beteiligung oder auch der deutsche Welterbebeitrag Genossenschaften. Bei Unternehmensvererbungen und Ausscheiden der Erben aus der Geschäftsführung, Prüfung von Vergesellschaftung des Unternehmens und Entschädigung der Erben. Der Arbeitsplatzerhalt in einem prosperierenden Unternehmen hätte in all diesen Fällen Vorrang vor privaten Gewinninteressen.
  • Siemens ist leider nicht die Ausnahme. Häufig habe ich den Eindruck, dass den Unternehmern oder Managern der Weitblick fehlt, weil sie in kurzen Zeiträumen denken. Vielleicht auch nicht erkennen, wann bestimmte Technologien auslaufen und man die Mitarbeiter für andere Technologien fit macht. Vielleicht auch menschlich, erst einmal abzuwarten.
  • Nichts desto trotz hat sich vor wenigen Tagen an der FH Schweinfurt die Firma Siemens im sogenannten Praxisforum um Nachwuchs bemüht! Wen oder was die allerdings suchen ist demnach klar. "Bachelors" die sich als ewige "Praktikanten", jahrelang befristet zu Hungerlöhnen planungsfrei durch Leben hangeln....
  • Zu Ihrem Aufmacherfoto: „Angst“ ist ja nun wirklich kein Ratgeber, aber leider das Hauptthema der Deutschen: „German Angst“
  • Meiner Meinung nach sollte diese Situation nenutzt werden, um einen riesigen Feldversuch zu starten:
    Denn eigentlich zeigt die Schließung der Kraftwerksparte lediglich an, dass sich im Energiesektor ein Wandel ankündigt, der von der Mehrheit doch gewünscht wird.
    Die Arbeitnehmer sollten das nicht ausbaden müssen. Daher mein verwegener Vorschlag:
    Den ausgestellten Arbeitnehmern soll auf eine bestimmte Zeit (z. B. 5 Jahre) ein bedingungsloses Grundeinkommen gezahlt werden, das die Menschen in die Situation versetzt ANGSTFREI nach Alternativen zu suchen. Mindestens die Hälfte der Kosten sollte von den Gewinnen der Konzerne bestritten werden. Der Rest aus der Staatskasse.
    Denn diese Form der WErkschließung wird in vielen Industriebetrieben (Automobilbranche) auf uns zukommen, wenn wir es ernst meinen mit dem Klimawandel. Daher sollten wir die Chance zum Umdenken nicht verstreichen lassen!
  • Wäre das nicht was als Wahlkampfthema (für die bevorstehenden Wahlen) für Frau Merkel? Da könnte sie ihr ramponiertes Image wieder aufmöbeln. Oder?
  • Es ist doch völlig egal, was diese Vorstände für Fehler machen. Die mussten NOCH NIE für ihre Fehler grade stehen!!! Im Gegenteil, man hat den Eindruck, sie werden belohnt je größer der Schaden ist, den sie angerichtet haben!
  • Ist es gehässig zu sagen:dann werden endlich wieder dringend benötigte Fachkräfte frei?
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