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Tagesgespräch: Barrierefreiheit: Wie weit sind wir schon?

Was meinen Sie?

    Gott sei Dank wird es diesbezüglich immer besser. Aber leider sind die Altlasten nicht so schnell zu beseitigen. Das sind in erster Linie die vielen öffentlichen Bereiche die vor Jahren als es in war mit Granitsteinen gepflastert wurden, und die nicht nur für Stöckelschuhe und Kinderwagen ein Graus sind, sondern für viele alte Menschen mit Gehhilfe oder für Rollstuhlfahrer. Abgesehen davon sind die Abrollgeräusche durch den Durchgangsverkehr sehr laut.
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    Bei Neubauten ist Barrierefreiheit heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Oder sollte es zumindest sein. Bei Altbau ist oft das nachträgliche Schaffen von Barrierefreiheit oft schwierig und somit auch Sehr teuer. Wollen wir fuf das Wohle von wenigen wirklich so viel Geld ausgeben oder ist das Wohl von vielen wichtiger als das Wohl von wenigen?
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    Na, gegen einen Bundesbehindertenbeauftragten wird man rhetorisch wieder mal keine Chance haben, kritische Argumente geltend zu machen.

    Eine Frage an Herrn Dusel: Wer soll das bezahlen?
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    Es wurde schon vieles getan. Viele Gebäude und Innenstädte sind behindertengerecht gestaltet. Man kann aber nicht das ganze Land umbauen, denn irgendjemand sollte es ja auch noch bezahlen können.
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    Glücklich ist der, der frei laufen kann und niemanden im Rollstuhl betreut.

    Ich kann mir vorstellen das Leute wie Herr Schäuble diese Hürden nicht nehmen muß.
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    Wir sind noch nicht mal imstande, allen Menschen Obdach und Nahrung zu bieten, aber wollen schon das ganze Land barrierefrei umbauen. Zieht man denn den Schuh vor der Socke an?

    Nicht, dass ich kein Verständnis für die Belange behinderter Menschen habe. Aber so lange noch nicht mal die Grundversorgung aller gewährleistet ist, ist Barrierfreiheit ein Luxusanliegen.
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    Neben mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Raum muss es auch unbedingt mehr Barrierefreiheit im Bewusstsein der Menschen geben. Bevor es für die Mehrheit aller Menschen nicht selbstverständlich ist, dass Menschen mit Behinderung dieselben Rechte auf Teilhabe am öffentlichen Leben wie Menschen ohne Behinderung, stehen wir Advokaten für Barrierefreiheit auf verlorenem Posten. Zu dieser Bewusstseinsveränderung gehört auch die Bekämpfung jedes Gedankenguts, das zwischen lebenswertem und lebensunwertem Leben unterscheidet.
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    Was heißt hier "wir"? Bei aller Liebe möchte ich doch auch eines mal anmerken: Gehandicapte Menschen wird es immer geben und es kann nunmal nicht jeder alles tun, was alle anderen können. Unsere Gesellschaft ist mittlerweile dermaßen vom Befriedigen aller individuellen Wünsche geprägt, dass diese Individualbegehren Einzelner weit über die Bedürfnisse der Gesellschaft gestellt werden.

    Barrierefreiheit muß erst mal bezahlt werden können. Fragen sich diejenigen, die solches fordern überhaupt, wieviel allein der Einbau eines Aufzugs inkl. Sicherheitsvorrichtungen, Brandschutzkonzept, Wartung und Instandhaltung etc. kostet?

    Fordern kann man vieles, aber es kann halt die Kosten-Nutzen-Abwägung nicht außer Acht gelassen werden, nur weil der Realismus einer political correctness im Wege steht.
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    Wie kann es angehen, dass eine Hausarztpraxis nur über 10 Stufen erreichbar ist, weil der Hauseigentümer den Bau eines Außenaufzugs zur Überwinden der Stufen nicht zulässt?
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    Ich sehe auf Bahnhöfen (z.B in München) immer wieder blinde und stark sehbehinderte Menschen.

    Mit Aufmerksamkeit können Mitreisende "temporär" Barrieren abbauen.
    Es kann freundlich, zurückhaltend und klar angesprochen werden und gefragt werden, ob irgendwie geholfen werden kann.
    Und z.B. gefragt werden, ob begleitet werden kann (Es geht ja meistens um kleine Strecken und Kleinigkeiten)
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    Guten Tag. Ich bin Pressesprecher beim Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter. Wir erwarten von den politischen Entscheidungsträgern, dass zeitnah eine Novellierung des Allgemeinden Gleichbehandlungsgesetztes (AGG) erfolgt, mit der die privaten Anbieter von Dienstleistungen und Waren zur Barrierefreiheit verpflichtet werden. ...
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    Tut mir leid, ich kann da nicht ganz mitgehen.
    Ich bin immer bereit anderen zu helfen usw. (bin ehrenamtlich Tätig) und gehe auch gerne mit, das möglich zu tun, um "jeden mitkommen zu lassen".
    Aber die Leute werden nicht behindert, sondern SIND behindert und es ist nicht Aufgabe der Gesellschaft, jeden beliebigen Aufwand zu treiben, um das zu kompensieren.
    Wenn was eh neu gemacht wird, dann baut man natürlich behindertengerecht, klar.
    Aber in einer Schule eine Rampe für einen sechsstelligen Betrag zu bauen (wie bei uns in der Region geschehen), damit ein behindertes Kind mit dem Rollstuhl in den ersten Stock kommt, ist für mich völlig überzogen.
    Das Kind wird nicht diskriminiert, wenn es eben in einem Klassenzimmer im Erdgeschoss unterrichtet wird.
    Das Ganze Thema Inklusion ist für mich ein Holzweg, den Schwachen ist nicht geholfen und die Starken werden gebremst. Ich kenne im Bekanntenkreis einen Fall, wo ein behindertes Kind am Ende in einer Förderschule deutlich besser untergebracht war, als mit irgendwelchen Inklusionsbemühungen in der Regelschule der Fall war. Das Kind merkt doch auch, dass es schwächer als die Mehrheit ist, in der Förderschule gehört es dann nicht mehr zu den schwächsten, sondern ist auch mal bei den Guten, aber halt unter „Ihresgleichen“. Bei allem Mitgefühl für Eltern und betroffene, aber das ist einfach ein Fakt, es bringt nichts so zu tun, als wäre das nicht so.
    Ich kann nur davor warnen, das alles so zu überziehen, bis man die Mehrheit der Bevölkerung, die eigentlich Wohlmeinend ist, dabei verliert.
    Was dann passiert kann man am Gender-Thema sehen: Alle sind mitgegangen, Homosexuelle nicht zu benachteiligen usw., aber jetzt hat man das mit immer skurrileren Minderheiten die auch noch berücksichtigt werden wollen übertrieben, jetzt kippt das, es entsteht widerstand der „schweigenden bürgerlichen Mehrheit“ und man folgt Leuten die sagen, jetzt reicht es!
    Ich bin überzeigt, es gab in der Geschichte der Menschheit noch nie eine Gesellschaft, die sich so um Ihre „schwachen“ bemüht wie unsere!
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    Bitte mehr Gespür für die Mitmenschen: Niemals auf einem Behindertenparkplatz parken oder auch nur anhalten!

    Immer wieder spreche ich Menschen an, die ihren Pkw auf dem Behindertenparkplatz parken. Oft verstehen die Angesprochenen nicht, wo das Problem ist, weil sie ja nur kurz die Post einschmeißen würden, oder kurz was einkaufen.

    Und diese Parkplätze sind ja sehr bequem nahe am Eingang.
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    Wenn ihr Studiogast spricht dass Barrierefreiheit ein Qualitätsstandard sei, dann sollte er seine Regierungskollegen des BMV fragen wie den dieser Standard erreicht (finanziert!) werden soll, wenn die öffentl. Verkehrsinfrastruktur in Teilbereichen
    marode ist? Beispiel: Im kommunalen Bereich werden kilometerlange taktile Leitstreifen auf Gehwegen teuer verlegt (mit Steuergeldern über Fördermaßnahmen) ohne Überlegung wird der überhaupt genutzt?) -gleichzeitig ist anliegende Fahrbahn marode und Kommunen jammern über Finanzierungsprobleme. Auf dem Land hört dann der Qualitätsanspruch völlig auf. Das System Barrierefreiheit erscheint nur als Lobbyprojekt ohne Kosten-Nutzen-Analyse u. sinnvollen Finanzeinsatz, denn der Steuerzahler solls bezahlen. Die Privatwirtschaft ist außen vor- und wird geschont- durch gute Lobbyarbeit.
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    Wollte einem Rollstuhlfahrer durch eine Rolltür helfen und bekam die patzige Antwort: " Das kann ich noch alleine!" Wie man es macht ist es falsch. Vorallem braucht der Studiogast nicht so zu tun als ob alle behindere Menschen freundliche Zeitgenosse sind und Menschen ohne Behinderung unaufmerksame, Gefühlskälte Menschen sind
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    Wie bei vielem im Leben geht es um eine "Abwägung":

    Ich möchte, dass Leute mit Behinderungen möglichst wenig eingeschränkt werden sollen. Ich sehe aber auch die Kosten.

    Es kann, finde ich, nicht im "Neues" erdacht" werden, neue Kosten, neue Stellen.
    Es sollte manches schlicht auch wieder gestrichen werden, wie z.B. die vielen fragwürdigen Stellen bei den "Gleichstellungsbeauftragten". Aber diese haben sich wohl "eingerichtet" und haben viel Lobby.
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    Barrierefreies Bauen ist nachhaltiges Bauen und diskriminierungsfreies Bauen. Jeder kann bereits morgen zwingend darauf angewiesen sein.
    Die Ansprüche an Barrierefreiheit sind aus Sicht der Betroffenen gleich, somit macht ein föderales Baurecht keinen Sinn, da es je nach Ausgestaltung eher zu ungleichwertigen Lebensverhältnissen innerhalb Deutschlands führt. Das Zulassen von Ausnahmetatbeständen und nur rudimentär bauaufsichtlich eingeführter Regelwerke zum barrierefreien Bauen führen weiterhin zur Diskriminierung.
    Und jetzt spreche ich besonders die politischen Entscheidungsträger und Akteure unter Ihnen an:
    Die wichtigste politische Notwendigkeit besteht darin, eine bundeseinheitliche, ganzheitliche und flächendecke Gesetzgebung im Hinblick auf die bauliche Barrierefreiheit für unser Land zu entwickeln. Die bauliche Barrierefreiheit ist aus dem Landesrecht der einzelnen Bundesländer herauszunehmen und bundeseinheitlich, eben durch Bundesgesetzgebung zu regeln. Dann haben wir überall eine gleiche bauliche Barrierefreiheit in Deutschland.
    Dies gilt für den Hochbau genauso wie für den öffentlichen Verkehrs- und Freiraum.
    Alle mit öffentlichen Geldern geförderten Projekte müssen zwingend an die Herstellung von Barrierefreiheit geknüpft werden.
    Barrierefreies Bauen ist nachhaltiges Bauen und diskriminierungsfreies Bauen. Jeder kann bereits morgen zwingend darauf angewiesen sein.
    Die Ansprüche an Barrierefreiheit sind aus Sicht der Betroffenen gleich, somit macht ein föderales Baurecht keinen Sinn, da es je nach Ausgestaltung eher zu ungleichwertigen Lebensverhältnissen innerhalb Deutschlands führt. Das Zulassen von Ausnahmetatbeständen und nur rudimentär bauaufsichtlich eingeführter Regelwerke zum barrierefreien Bauen führen weiterhin zur Diskriminierung.
    Und jetzt spreche ich besonders die politischen Entscheidungsträger und Akteure unter Ihnen an:
    Die wichtigste politische Notwendigkeit besteht darin, eine bundeseinheitliche, ganzheitliche und flächendecke Gesetzgebung im Hinblick auf die bauliche Barrierefreiheit für unser Land zu entwickeln. Die bauliche Barrierefreiheit ist aus dem Landesrecht der einzelnen Bundesländer herauszunehmen und bundeseinheitlich, eben durch Bundesgesetzgebung zu regeln. Dann haben wir überall eine gleiche bauliche Barrierefreiheit in Deutschland.
    Dies gilt für den Hochbau genauso wie für den öffentlichen Verkehrs- und Freiraum.
    Alle mit öffentlichen Geldern geförderten Projekte müssen zwingend an die Herstellung und Umsetzung der Brrierefreiheit geknüpft werden.
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    Ich lebe im schönen Regensburg und hab mich früher immer aufgeregt, wenn sie wieder an einem Platz wie dem Neupfarrplatz das schöne alte Kopfsteinpflaster entfernt und durch größere Platten ersetzt haben. Seit nun 4 Jahren arbeite ich als Lebensassistent und unterstütze dabei Menschen mit einer körperlichen Behinderung in ihrem Alltag. Dadurch hat sich mein Bild, was den Strassenbelag betrifft geändert. Früher habe ich nur den ästhetischen Aspekt im Kopf gehabt und bin von daher ein Fürsprecher des alten, charmanten Kopfsteinpflasters mit tief-erodierten Fugen gewesen, heutzutage erkenne ich die Vorteile des neuen Belags an.

    Jedoch - gerade in Regensburg, Weltkulturerbe mit mittelalterlichem Stadtkern - kann ich dieser Maximalforderung "Barrierefreiheit überall" nur als markigen Spruch im Rahmen einer Kampagne nachvollziehen und als legitim betrachten.

    Schon der oben erwähnte Eingriff in den Pflasterbelag ist ein Eingriff in das Stadtbild, der sorgfältig abgewägt werden musste, und der, so wie er nun besteht, mMn. auch halbwegs geglückt ist. In vielen historischen Häusern hingegen ist eine Barrierefreiheit jedoch nachträglch einfach nur noch schwer / bis gar nicht zu realisieren. Stellen sie sich, als Münchner, bsw. mal vor , wie es möglich zu machen wäre, das Karl-Valentin-Museum barrierefrei zu gestalten .

    ich wäre daher generell für eine Forcierung der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, aber wie ihr Anrufer gerade sagt, auch da mit Sinn und Verstand und vor allem Augenmaß. Bei Neubauten : keine Frage - dies kommt übrigens nicht nur den "Behinderten" entgegen, sondern uns allen - auch adipöse oder alte Menschen profitieren von der Einbeziehung des Aspekts Barrierefreiheit in die neue Architektur.
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    Mein Sohn ist Architekt und schwerbehindert. Mit seiner Diplomnote von 1,5 bewirbt er sich seit 19 Jahren immer wieder erfolglos auf eine Arbeitsstelle bei der Landeshauptstadt München. Wir wissen nun, dass die SPD nicht an einer Inklusion von Schwerbehinderten interessiert ist - traurig, aber wahr!
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    Ein grosses Problem ist aus meiner Sicht, dass - wenn Stellen hier besetzt werden, z.B. Beratung Behinderter und oder chronisch Kranken - häufig Sozialwirte etc eingestellt werden, die von der Problematik her keine Grundkenntnisse haben, aber durch die Qualifikation als Leistung abgerechnet werden kann. Nur weil Sozial im Titel steht wurde im Berufsbild nicht automatisch eine fachliche Qualifikation erworben.
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    Beim Thema Barrierefreiheit fehlt mir in Ihrem Gespräch noch das Thema "Reizfreiheit". Ich bin diagnostizierte Autistin, hochbegabt und trotzdem im ganz normalen Alltag stark von der Gesellschaft behindert und dadurch sehr eingeschränkt.

    Ein Grund dafür liegt in der permanenten Musikbeschallung in jeglicher Art von Geschäften. Egal ob Lebensmittelkauf, Bekleidung, Schuhe, Baumarkt. Überall werde ich zusätzlich zu dem großen Warenangebot, dass mich aufgrund der schieren Menge und Auswahlmöglichkeiten schon nahezu überfordert, zusätzlich mit für mich zumeist unerträglicher Beschallung in teilweise unerträglichen Lautstärken malträtiert. Trotz angepasstem Gehörschutz erschöpft mich ein kurzer Einkauf so stark, wie neurotypische Menschen ein mehrtägiger Aufenthalt auf einem Rockfestival. Mit dem Unterschied, dass diese sich freiwillig dort aufhalten. Warum gibt es keine gesetzlichen Vorgaben für täglich 1-2 Stunden Ruhe in den Geschäften?
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    Da könnten wir schon weiter sein - Das Problem - wir stehen uns selbst im Weg - Deutschland Hauptargument: Ja, aber ...
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    Sorry, aber wenn ich mal ganz ehrlich sein darf: Die Penetranz, mit der seit Jahren Randgruppen die Erfüllung ihrer Wünsche über alles andere stellen, geht mir langsam auf den Keks.

    Es wird in Deutschland alles getan, um allen Menschen gerecht zu werden, den Homosexuellen, den Behinderten, den Flüchtlingen, den Drogenabhängigen. Allen wird versucht, ein gutes Leben zu ermöglichen, aber Wunder brauchen halt etwas länger. Vielleicht könnte man einfach auch mal sagen: "Gott sei Dank lebe ich in diesem Land, wo ich als Schwuler nicht verfolgt werde, wo ich als Kranker die nötige Versorgung bekomme, wo ich als Behinderter ein normales Leben führen kann, wo ich als Flüchtling in Sicherheit bin."
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    Auch hier hier bietet sich ein Perspektivwechsel an, um die Kehrseiten der alltäglichen Verdrängung nach dem Motto- ,,Betrifft mich nicht...!''-aufzuzeigen.
    Behindert sein-behindert werden, kann Jeden jederzeit (auch im persönlichen Umfeld) treffen. Durch Schicksal wie Geburt, Krankheiten oder Unfälle mit Folgeschäden gebietet es sich, uns als Schicksalsgemeinschaft solidarisch zu verhalten. Kosten-Nutzen Erwägungen sollten deshalb nicht von vornherein als Ausschlusskriterium für die Teilhabe ermöglichende Infrastrukturplanung unserer Gemeinwesen und Erwerbsbetriebe herhalten. Eine konsequente und öffentlichkeitswirksame Anwendung von allgemeinverbindlichen Regeln würde Symbolpolitik und Feigenblattprojekte verhindern helfen.
    Der Makel und die Scham des Stigmas von Behinderung als zu vernachlässigbarer gesellschaftlicher Balast vor allem aus der Nazizeit wirkt leider allzuoft verhängnisvoll nach. Wenn das Thema der Inklusion und gelebte vorbildliche Lösungen öffentlich präsent gehalten werden, dann öffnet sich das Bewusstsein für den selbstverständlichen und bedürfnisorientierten Umgang unterschiedlichster Menschen mit ihren individuellen Eigenheiten miteinander. Barrieren entstehen so erst gar nicht oder werden miteinander beseitigt, wenn ein solcherart achtsamer Umgang gesellschaftliche Normalität wird. Wir sind dazu erst in der Pionierphase...!
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    Vielleicht könnte man als Behindertes auch jemand um Hilfe bitten und nicht alles selber machen wollen,
    Man muss zu seiner Behinderung sten. Ich bin selbst zu 80% schwerbehindert und mir ist klar, dass ich nicht alles selber machen kann. Die Einschränkungen im Leben, die ich durch meine Behinderung habe, muss ich hinnehmen..
    Was soll also das Gedöns!
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    Ich habe einige unterschiedliche Anmerkungen:
    Barrierefreiheit treibt teilweise seltsamen Blüten. In Ingolstadt gibt es „barrierefreie“ Mehrfamiliehäuser, die erst vor wenigen Jahren gebaut wurden, die Wohnungen selbst sind tatsächlich barrierefrei, es gibt allerdings keine Aufzüge! Angeblich istder Grund eine Förderung, für die das Label „barrierefrei“ reicht, ohne, dass es sinnvoll überprüft wird.
    Meiner Meinung nach sollte nicht jedes kleinste Geschäft gezwungen werden, barrierefrei umgebaut zu werden, aber Kreativität und Servicebereitschaft können viel ausgleichen. Ich denke hier z.B. an eine Apotheke in einem denkmalgeschützen
    Haus mit mehreren Stufen davor. Hier gibt es eine Klingel und dann kommt eine Apothekerin zur persönlichen Beratung etc. Ähnliches sollte gerade den Besitzern kleiner Geschäfte sicher möglich sein, da dort ja auch meist keine Menschenschlangen zur Bedienung anstehen. So etwas kann ein Alleinstellungsmerkmal und Qualitätskennzeichen sein bzw. werden.

    Meine Anmerkungen beziehen sich hauptsächlich auf Gehbehinderung, das ist mir klar.

    Auch als Mutter mit Kinderwagen weiß ich, wie ungünstig es ist, nicht zu wissen, ob ich in den nächsten Bus, der ein bis zwei Mal pro Stunde kommt, überhaupt ohne Hilfe einsteigen kann, weil er mehrere steile Stufen hat.
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    Wie alle Dinge dieser Welt hat auch die Barrierefreiheit Grenzen des Machbaren.
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    Wie lange wollen diese Herrschaften noch schwätzen. Deutschland war nach dem Krieg zerstört. Es wurde aufgebaut ohne auf die Bedürfnisse der unzähligen Kriegsversehrten Rücksicht zu nehmen. Das hat sich in den vielen Jahrzehnten bis heute gemessen an der vergangenen Zeit nur minimal gebessert.
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