liveblog

Liveblog

Liveblog Liveblog

Der multimediale Ticker mit Kommentarfunktion und Social-Media-Anbindung.

Tagesgespräch: Lega Nord und Fünf Sterne: Kann das gut gehen mit Italien?

Was meinen Sie?

    Probleme macht mir persönlich erst einmal der Rechtsruck. Dass hier ein politisch unerfahrener Wirtschaftsprofessor/Jurist Regierungschef wird, sehe ich weniger tragisch. Wir haben hier auch eine Atomphysikerin (von der ich im Übrigen aufgrund ihrer Ausbildung mehr Durchblick erwartet hätte, als von Lehrern oder Juristen). Für Politiker gibt es keine Ausbildung, das war schon immer so und ist wesentlicher Bestandteil der Demokratie, dass jeder Bürger eines Staates von heute auf morgen einen politischen Auftrag übernehmen kann. Ich weiß gar nicht, weshalb sich die Medien da so aufregen.
    Ein anderer Punkt ist die Angst des Kaiptals, die im Kontext der Planung der Einführung eines Grundgehalts und von Steuersenkungen zutage tritt. Was wollen die denn alle? Bei uns in Deutschland und im Rest Europas wurden die Steuern gerade für die großen Konzerne permanent gesenkt. Da haben sie sich auch nicht über eine drohende Finanzproblematik beklagt, Wenn das nun für die Bürger durchgeführt werden soll, dann beschwören sie das Schwert des Damokles herauf.
    Und ein Grundeinkommen ist natürlich für alle Kapitalisten das absolute NoGo, weil damit der/die bislang abhängig arbeitende Arbeiter/in ein gewisses Maß an Freiheit erhalten würde und sich nicht mehr durch unsoziale Arbeitsbedingungen knechten ließe.
    Ich prognostiziere jetzt mal, dass dieser Versuch anfänglich sogar funktioniert, genau deshalb dann aber vom Großkapital zerstört wird, mit Schuldzuweisung auf die italienischen Regierung. So, wie es bisher immer gelaufen ist, wenn sich eine Gruppe von Menschen dem Diktat der Großkapitalisten entziehen wollte.
    Nur so zur Anmerkung: ich bin kein Kommunist oder Sozialist im Sinne dessen, was unter diesem Namen jahrzehntelang im Osten Europas und heute noch in diversen Staaten praktiziert wird. Das ist/war reine Diktatur. Wir laufen hier allerdings mittlerweile Gefahr, dass sich das Großkapital zu einer neuen Art Diktatur entwickelt.
    Kommentar schreiben ()
    Politik ist ja keine ewig einheitliche Angelegenheit. Die letzten 7-8 Jahre hat man die „richtige“, also die deutsche, neoliberale, lohn- und staatsausgaben kürzende wirtschaftspolitik gefahren und es funktioniert scheinbar nicht. Nun finde ich es erstmal legitim eine andere politik auszuprobieren, bessser eine künstliche binnenwirtschaft als wieder 8 jahre 30% jugendarbeitslosigkeit. Demokratie ist ja auch die chance, dass unterschiedliche Alteure an die macht kommen.
    Warum wird die 5 sternebewegzng eigentlich als populistisch bezeichnet? Im Namen haben sie viele ökologisch sinnvolle themen, da könnte sich CDU/SPD was von abschneiden. Die deutsche schwarze null ist auch populistisch, richtet sich aber an rentner.
    Kommentar schreiben ()
    Die Frage ist vielleicht ein bißchen zu kurz gegriffen. Kann das gut gehen mit dem Euro? ist da wieder einmal das Thema
    Kommentar schreiben ()
    Ein weiterer Dominostein im demokratischen europäischen Gefüge ist umgefallen
    ( rechtsrum) und die graphic compilation die der BR gewählt hat über einen ´zerbrochenen Krug´dessen Glasierung ein Sternenrund zierte , ist sehr passend.
    Und wie wollen wir wissen, was unsere italienischen Freunde ( die Mehrheit des italienischen Wahlvolks) damit dann umgehen,
    was jetzt evident ist.
    Schon so lange im Grunde allein gelassen mit den grossen Verwerfungen im Innern, der langen Herrschaft von Medienmogulen, der Mafia , der Bewältigung von Flüchtingsansturm etc etc. ?
    Dieser italienische Dominostein ist kein kleiner sozusagen und macht uns allen klar,dass die Erschütterungen auf ein ´Sternenrundgefüge´kaum noch zu ´kitten´ sind.Es ist schon erwähnt, WER da sich von Banken und Wirtschaftsseite ´Ängste´Formuliert, was diese Adressaten angeht halte ich derer Ängste für zynisch.
    Was unsere italienischen Nachbarn angeht, die nicht zu solchem Konglomerat in Sachen Macht und Nutzniess von Macht angeht, bin ich betroffen, berührt und wünsche diesen das Allerbeste - auch in Zeiten und Zeitgesitzeiten von Chaos und Verwirrung und der Anwesenheit totalitärer Gefahren , mit denen jede/r und ganz alltäglich umgehen muss.
    Nicht nur in Italien.

    Kommentar schreiben ()
    Die Italiener haben alles noch nie so verbissen und kleinkariert gesehen, wie die Deutschen .
    Die Italiener hatten schon immer mehr so eine "Global-galaktische" Lebenseinstellung.
    Gab es bei denen nicht schon mal 51 Regierungen in nur 50 Jahren ...?!
    Als ich vor fast 40 Jahren bei der größten italienischen Fluglinie anfing...hieß es damals schon intern im Kollegenkreis, wir wären spätestens im nächsten Jahr pleite .
    Die Cassandra-Rufe gab es jedes Jahr....ich habe über 30 Jahre dort gearbeitet und die Gesellschaft fliegt heute noch.
    Also...mehr Mut zur Lücke...die Italiener kriegen das schon hin...die haben Improvisation schon immer drauf gehabt !!
    Kommentar schreiben ()
    Gewählt ist gewählt und Mehrheit ist Mehrheit. Wahrscheinlich werden die Wahlversprechen jedoch nicht eingelöst werden können, weil nicht finanzierbar und auch gegen Stabilitätskriterien verstoßen. Vermutlich wird wieder ein fauler Kompromiss heraus kommen, wo der deutsche Steuerzahler zurecht meint, er muss für soziale Wohltaten in Italien aufkommen. Wenn Europa in der Form erhalten bleiben soll, muss man sich einfach mal an Vereinbarungen halten. Es kann nicht so sein, dass jeder eine eigene Interpretation der Verträge für sich in Anspruch nimmt.
    Kommentar schreiben ()
    Man hat das Gefühl, der normale gesunde Menschenverstand wäre komplett ausgeschaltet! Glaubt man tatsächlich, dass die physikalischen Gesetze von Ursache und Wirkung nur für Hebel und Federn gelten? Wer jahrelang - wie überall geschehen - zum Teil höhnisch GEGEN die Bevölkerung regiert muss sich jetzt über die "Wirkung" nicht wundern. Unglaublich!
    Kommentar schreiben ()
    ich hoffe inständigst die neue italienische Regierung erzwingt zeitnah diesen geforderten Schuldenschnitt von 250 Mrd Euro gegenüber der EZB und dem Euroraum und all die Szenarien, Befürchtungen und Prognosen eines Hans-Werner Sinn der letzten 10 Jahre werden somit endlich wahr ...
    Kommentar schreiben ()
    Wenn die Maulhelden der Lega und von 5 Sterne erst einmal ein den Fleischtöpfen der Macht und vorallem des Geldes sitzen , werden sie, genau wie in Griechenland die Syriza unter Tsipras ,vor dem großen Kapitel den großen Kotau machen."Wer zählt ,schafft an!" Sagt dazu der Volksmund. Wenn Demokratie mit seinen Wahlen den GroßKapital wirklich an den Geldbeutel greifen würde, dann gäbe es diese schon lange nicht mehr. Die Linksdominanz der Medienbranche wird uns jetzt einige Monate mit Informationen versorgen, was für Spinner in Italien an der Macht sind. Und in einem halben Jahr gibt es dann Neuwahlen. Dann kann das Spiel wieder von vorne beginnen.
    Kommentar schreiben ()
    Deutschland braucht doch um sich herum lauter "böse Buben Länder" - die müssen dann die Drecksarbeit von Merkels verfehlter "Flüchtlingspolitik" übernehmen....
    Kommentar schreiben ()
    Ich würde mich freuen wenn die Diskussion mehr in die Richtung was die Italiener dazu gebracht hat diese REchts und Linksradikalen Parteien zu wählen gehen würde.
    Bitte keine Diskussion von Nebenkriegsschauplätzen.
    Kommentar schreiben ()
    Solange die Strukturen und Rgeln der europäischen Zentralbank übermäßiges €-Drucken der Republik Italien nicht ermöglichen ist das eine reine inneritaliennische Anglegenheit Wer Abwertung für die Volkwirtschaft um der Konkurenzfähigkeit her vermisst kann stattdessen auch Deflation steuern.

    Gebunkertes Bargeld ist kein mengenproblem, aber eine Währungsumstelung durvch 20%-Etwertung aller Schulden, Löhne, Mieten, Pachten hätte den gleichen Effekt.

    Bei geringeren Löhnen und weniger Kaufkraft geben auch die Preise dann sofort nach.
    Kommentar schreiben ()
    Es tut mir Leid jetzt wieder über die Schulden zu sprechen ist total verfehlt. Da sind die Italiener selber schuld. Mit Einführung des Euros haben die Italiener zweimal ein dicke finanzspritze bekommen. Bei einführung des Euro wurden die Zinsen europaweit angeglichen. Wer kann sich noch an die Zinsen für italienische Anleihen in den 90er Jahren erinnern. Und zuletzt die Nullzinspolitik von Mario Dragi und der Ankauf von 350 MRD Staatsanleihen durch die Europäische Zentalbank.
    Target 2 Saldo der nicht mehr ausgeglichen werden muss
    sei nur am Rande erwähnt.
    Kommentar schreiben ()
    Heute entrüsten wir uns über die chaotische politische Situation in Italien - aber was wird denn in Deutschland sein, wenn eine große Koalition nicht mehr möglich ist?
    Kommentar schreiben ()
    Der herablassende Ton, in dem hier in Deutschland, auch unter einigen Anrufern, über Italien gesprochen wird, ist für mich schwer erträglich. Was die Haltung der beiden Parteien zu Europa betrifft, muss man sagen, dass in fast allen Ländern den EU solche Parteien Zulauf haben. Und es mag schon sein, dass Deutschland und die gesamte EU leiden werden. Vielleicht bietet sich aber jetzt die Chance, sich ehrlich mit einer Weiterentwicklung der EU zu beschäftigen. Und nein!! die "Welt soll nicht am deutschen Wesen genesen". Als Henkel und Lucke seinerzeit darauf hinwiesen, dass der Euro, so wie ihn die nordeuropäischen Länder konzipiert hatten, einige der Südländer nicht glücklich machen würden, wurde das sofort als rechts und europafeindlich abgetan.
    Kommentar schreiben ()
    Der italienische Anrufer hat es gerade auf den Punkt gebracht. Die Mafia sitzt in der Regierung.
    Kommentar schreiben ()
    Mit 2.26 Billionen €, was 132% seiner Wirtschaftsleistung entspricht, ist die Staatsverschuldung Italiens die höchste in Europa. Eine weitere Erhöhung von etwa 75-90Mrd.€ droht durch nicht gegenfinanzierte geplante Steuersenkungen, Einführung eines Grundeinkommen sowie die Rücknahme der Rentenreform.
    Währungspolitisch gehört Italien zu den Anführerländern unter den Mittelmeeranrainern, für einen von den Nord-und mitteleuropäischen Ländern abgelehnten Weichwährungskurs.
    Gegen Merkel und Macron will Italien zusammen mit den Nordeuropäern eine harte Migrationspolitik gestalten.
    Außenpolitisch strebt Italien zusammen mit Österreich und Tschechien auf eine Aufhebung der Sanktionen über Russland an. Weiters möchte Italien sein Verhältnis mit Russland dadurch verbessern, dass eine ,,Strategie der Partnerschaft'' die keine Bedrohung mehr ist, zur Anwendung kommen soll.
    Ich wünsche Italien viel Erfolg bei der Zurückdrängung äußerer Interessen, der wirtschaftlichen Erholung, der Reformierung seiner Staatsverwaltung, der Reduzierung der Korruption und der Schaffung lebenswerter Perspektiven für seine Bevölkerung, ob mit EU oder ohne! Meine Symphatien haben sie.
    Kommentar schreiben ()
    Ich bin pessimistisch, vielleicht kurz aufgehängt am Thema Grundeinkommen: Es handelt sich bei den Plänen der Cinque Stelle nicht um das bedingungslose Grundeinkommen sondern um eine Grundsicherung ähnlich unserem Harz-IV. Das wäre zweifelsfrei finanzierbar, wenn die Regierung den Mut hätte, bei denen, denen es gut geht, die Abgaben zu erhöhen bzw. - so niedrig sind diese ja in Italien nicht - ihre Erhebung sicher zu stellen.
    Aber das wird auch dieser Regierung nicht gelingen - und sie will es wohl auch nicht. Eigentliches Problem ist eine Kombination durch Korruption, überbordende Bürokratie, Nepotismus, Mafia und Klüngelwirtschaft der Eliten. Aber hierzu, also "aufzuräumen" - mir fällt kein besseres Wort ein, besteht bei keinem die Bereitschaft. Selbst die, die wenig haben, fürchten, dadurch etwas zu verlieren. Meine Prognose: Das wird nichts mehr mit Italien oder endet mit einem großen Knall - und dann haben wir hier einen DAX mit einem Stand von 5000 Punkten und die satteste Wirtschaftskrise seit 1945. :((
    Kommentar schreiben ()
    Ich liebe diese Sendung! Ich liebe diese Anrufer, diese Kommentatoren, die Moderatoren und vor allem die Experten! Das ist gelebte Demokratie!
    Kommentar schreiben ()
Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform