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Stärke oder Schwäche?

Sollte man Fehler zugeben?

    Auf einer solchen subjektiv-persönlichen Ebene wird die Frage von Fehlverhalten, Verantwortlichkeiten usw. zu einem psychologischen Stuhlkreis. Jede gesellschaftliche, politische Relevanz bleibt draußen. So eine Mischung aus Beichte, Selbstdarstellung und indirekter Profilierung. Verschwendete Zeit.
    Generell ja, kommt aber wirklich auf die Situation an und auf sein Gegenüber. Es gibt leider Menschen die das Eingestehen von Fehlern als Schwäche auslegen und denjenigen der den Fehler zugibt, erst recht versucht in die "Pfanne zu hauen". Vorallem mit Mobbingopfern wird so umgegangen.
    Aber wenn ich als Kind schon lerne zu meinem Fehler zu stehen, habe ich es vermutlich einfacher, da mein Auftreten anderen gegenüber selbstbewußter ist. Wird man aber als Kind für einen Fehler bestraft, kann das zum Duckmäusertum führen.
    Den Mißbrauchsopfern wurde womöglich von den Tätern - den Priestern usw. nachdrücklich beigebracht, daß es ein Fehler sein wird, wenn das Opfer den Täter beim Namen nennt, und es mit Sanktionen rechnen muß.
    Ein wunderschönes Thema: so grundsätzlich, so auf einer Meta-Meta-Ebene, so dass sich darüber so unverfänglich philosophisch-ethisch plaudern lässt. Auf dieser Ebene lassen sich geradezu alle Verbrechen, Verfehlungen, politischen Irrtümer, Fehlentscheidungen so in die Kategorie "Menschlich-Allzumenschlich" ablegen. Wie schön wäre es, wenn jetzt Frau Merkel, Mr. Trump, das saudische Königshaus (mal was ganz anderes!), Towarisch Putin, die Vertreter der deutschen Autoindustrie etc. Gäste und Teilnehmer dieser illustren Gesprächsrunde wären. Aber Intention und Tenor wird natürlich sein, sich wieder an die eigene Nase fassen, bei sich anfangen ...
    Friede, Freude, Unterhaltung. Danke!
    Zehn vor Zwölf und erst ein Kommentar; offenbar nicht der mediale Renner?
    Nur eine An- und Randbemerkung, hält eine Marginalie.
    Ich meine Fehler sollte man sich selbst, aber auch anderen gegenüber eingestehen und es sollte der Normalfall sein. Mit Stärke oder Schwäche hat das meiner Meinung nach nichts zu tun, wohl eher mit Ehrlichkeit. Das man aber meint, wenn man Fehler zugibt, damit sei die Sache erledigt, macht es sich doch etwas zu einfach.
    Fehler zugeben = Blick in die Vergangenheit, die ist unwiderruflich vorbei. Fehler zugeben JA, wenn sie direkt angesprochen sind UND verbesserungsfähig (Blick nach Vorne / Zukunft /Ziel).Für mich sind die Fragen: "Wie geht es besser / einfacher? Will ich das?" immer dabei!Ständig treibt mich schöpferische Unruhe, mit dem Anliegen und dem Ziel, immer mehr und vielfältigere Möglichkeiten zu finden und zu probieren, um Begegnung, Beziehung, PARTNERSCHAFT,  Leben so zu gestalten, dass die FREUDE immer mehr wird, in mir selbst - und - um mich herum!
    von s975312@t-online.de bearbeitet von tagesgespraech 9/25/2018 9:57:13 AM
    Diese Themafrage sollte jenen gestellt werden, die Verantwortung für andere, für Mitmenschen, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik tragen.
    von mea-culpa-mea-culpa-mea-maxima-culpa 9/25/2018 9:58:00 AM
    Geht es nur um die persönliche Befindlichkeit (wie fühle ich mich, wenn ich einen "Fehler" gemacht habe?) ... geht es nur darum oder geht es darum, welche Folgen solche Fehler für andere haben?
    Es ist eine Stärke, aber sehr unbeliebt. Winterkorn, die Autohersteller, die Bischöfe, Herr Maaßen, die Glyphosathersteller, uva: Sie alle geben gar nicht gerne ihre Fehler zu.
    von Sylvi bearbeitet von tagesgespraech 9/25/2018 10:08:50 AM
    Klar, immer Zugeben, aus Fehlern lernt man nur wenn man sie auch erkennt. :-)
    Was heißt eigentlich "bearbeitet von tagesgespraech" - Zensur?
    Ich möchte das Thema erweitern aufs Zugeben, dass man etwas NICHT weiß. Damit bin ich auch beruflich gut gefahren.
    Der völlig verkrampfte Umgang mit Fehlern ist einer der größten Fehler unserer Gesellschaft.

    Alle machen Fehler, kleine Fehler, große Fehler, irrelevante Fehler, katastrophale Fehler.

    Vor allem unsere Politiker, die ja auch Vorbild sein wollen und sollen, geben hier ein besonders klägliches Bild ab. Die "bestürzten" und "schuldbewussten" Reaktionen von Nahles, Merkel, Seehofer und anderen im Falle Maaßen zeigen wieder, wie wenig fehlerbewusst die politische Klasse agiert und wie unglaubwürdig:

    Ja, haben die denn tatsächlich erwartet, dass die Straf-Beförderung Maaßens beim Volk auf breites Wohlwollen stieße oder auch nur unbemerkt bliebe? Dabei ist doch der Fall Maaßen nur ein Beispiel dessen, was in der politisch-wirtschaftlichen Oberschicht die Normalität ist: Ein Krähe hackt der anderen kein Auge aus, so sagt es der Volksmund.
    "Wer keine Fehler macht lernt nichts." Fehler zu machen und sich selbst einzugestehen ist ein wichtiger Lernprozess. Wer sich allerdings seine Fehler nicht eingestehen kann glaub keine zu machen, was oft fatal ist!
    Jeder, der mit Menschen zu tun hat, jeder empathie-fähige Mensch sollte in der Lage sein, Fehler einzugestehen und gegebenenfalls sich dafür zu entschuldigen bzw. etwas wieder gutzumachen
    "aus Fehlern wird man klug, darum ist einer nicht genug"
    Es war klar, dass man sich auf Merkel und Nahles bezieht. Wobei die Begründung für ihre Fehler äußerst dürftig war. So etwas darf erfahrenen Politikern nicht passieren. Ich hätte da eine andere Begründung, man ist einfach abgehoben und hat den Wähler und seine Befindlichkeiten schon lange nicht mehr im Blick.
    Fehler zugeben ist für manche auch direkt an die Frage geknüpft: Ist mein Gegenüber bereit,mir zu verzeihen. Die damit verbunden Ungewissheit und ggf. die Ausicht, auf ein zerrüttetes Verhältnis, können auch Angst einflößen und man hält es für einfacher, einen Fehler nicht zuzugeben oder zu vertuschen oder ähnliches
    Liebes tagesgespräch, 52% der Deutschen haben wenig bis gar keine Vertrauen mehr in Presse und Mainstream-Medien. Woran mag das wohl liegen?
    Wirtschaftspsychologin von der LMU München, soso. Ist ja klar, dass die einen windelweichen Kurs fährt, wer beisst schon die Hand, die ihn füttert. Leider wieder mal totale Zeitverschwendung hier.
    Heute ist wieder Zensurtag. Ein Dutzend Kommentare bei so einem politisch brisanten Thema - völlig unglaubwürdig, liebes tagesgespräch!
    von der Leyen entschuldigt sich für die riesige Brandstiftung im Mooer - das jüngste Beispiek für eine wohlfeile und völlig folgenlose Entschldigung
    Ich kann es langsam nicht mehr hören, tagein tagaus wird danach gesucht, was die Minister/Kanzlerin in der GroKo nicht alles falsch machen.
    Vielleicht sollte man sich einfach über die "Alternative" klar werden und welches Personal hier auf uns "wartet".
    Wir jammern auf einem verdammt hohen Niveau!!!
    Schönes Thema.

    Interessante, unterschiedliche Anmerkungen, Sichtweisen und Beurteilungen.

    Schwäche, Fehler zugeben?
    "Es kommt auf die Umstände an", meine ich.
    Aber Aufrichtigkeit ist wichtig.
    "For Show" etwas sagen bewirkt den gegenteiligen Effekt.
    Mich wundert es, dass Spitzenpolitiker kaum Fehler eingestehen.
    Nicht nur die Bösen machen Fehler und geben sie nicht zu. Gerade jetzt wieder läuft ein sog. Seenotrettungsschiff, dass unmittelbar vor der libyschen Küste Schiffbrüchige an Bord genommen hat, auf einen europäischen Hafen zu, anstatt, wie es dem Seerecht entspräche, die Schiffbrüchigen in den nächstgelegenen Hafen zu bringen, welcher ein libyscher wäre. Ein Fehler, der zu immer weniger Akzeptanz von Migration, NGOs und linksgrünliberalem Spektrum führt. Aber diese von ihrer Rechtschaffenheit felsenfest überzeugten Hardcore-Aktivisten und ihre Sympathisanten würden n i e m a l s ihren Fehler eingestehen.
    Bestimmt wird sich unsere Kanzlerin irgendwann vor die Presse stellen und völlig emotionslos zugeben, dass ihre Migrationspolitik ein verhängnisvoller Fehler war.
    Eindeutig Stärke. - Wer Fehler nicht zugibt, verstrickt sich u. U. in ein Lügennetz. Mein Fazit: Tausend schmerzhafte Wahrheiten können nicht so verletzen, wie eine Lüge.
    Einen Fehler zugeben und mein Gegenüber spürt dass es ehrlich, und mir wichtig ist, ist gut.
    Aber das gesagte von einem Blatt Papier abzulesen ist überheblich und nicht glaubwürdig.
    Der Begriff "Fehlerkultur" gehörte mal als Erfolgswert zu einer menschlich und solidarisch geprägten Gesellschaft. Leider ist er uns aus Arroganz und Eigennutz abhanden gekommen.
    Fehler einzugestehen kann erhebliche Konzequenzen nach sich ziehen. Wenn ein Arzt einen Fehler an einen Patienten eingesteht kann das Einfluß auf seine Versicherung und erhebliche Schadenersatzforderungen nach sich ziehen.
    Was wäre passiert, wenn Herr Winterkorn seinen Fehler in Bezug auf die Abgasaffäre zugegeben hätte?
    Die Justiz hätte das bestimmt aufgegriffen.
    Von drei für die "Beförderung" Maaßens Verantwortlichen haben nur die beiden Frauen einen Fehler gemacht?
    Wenn ich nun sage, ich hätte in der vergangenen Stunde besser NDR gehört, dann muss ich das nicht zugeben, da es nur mich betrifft. Aber wenn mein 'Fehler' andere Menschen oder Bereiche mitbetrifft, dann ist es ein Muß. Alles andere ist Betrug.
    Leider kann man vor allem im Politik-und Medienalltag die Beobachtung einer weitgehend unreflektierten Fehlerkultur machen, wonach die bewussten! Verursacher eines nicht weiter verleugbaren Problems unbedingt und selbstverständlich darauf bestehen, Teil einer (nach ihnen natürlich ihrer) Lösung sein zu wollen-ja zu müssen. Bei mir büßen solche wohl narzistischen Selbstdarsteller jegliches Vertrauen und Glaubwürdigkeit ein, weil es ihnen vor allem gerade nicht um die kooperative Suche und Verwirklichung der zweckdienlichsten Lösung geht, sondern höchsteigennützige oder opportunistische Motivlagen überwiegen. Es gibt meiner Meinung nach Unwissende-Unschuldige, Wissenwollende-nach Erkenntniszuwachs Strebende aber durch verantwortungübernehmende Fehlereinsicht sich selbst Hinterfragende und solche, die ihr Halbwissen rechthaberisch verteidigend, bis zum eigenen Untergang nicht dazu Lernende. Der Unterschied liegt im Wollen. Kann ich wirklich wollen was ich will?! Sobald ich von etwas Kenntnis erlange, verliere ich die unwissende Unschuld und werde in der Folge durch ein mangelhaftes oder ungenügendes Wollen in Bezug auf das eigene Tun oder Unterlassen-je nach Wesensart der Sache, mitschuldig. Das nennt man Vertreibung aus dem Paradies...! Ich weiß, daß ich ein ewig Suchender und darum Irrender sein werde-zwingende Sicherheit durch eingebildete Gewissheit ist der Irrtum schlechthin .
    Wichtiger Bereich: Fehlermanagement in der Medizin. Beispel: Arzt informieren, wenn der Pflegekraft bei Medikamentengabe eineVerwechslung passiert ist (persönliches Beispiel, sehr unangenehm, aber notwendig, um evtl. negative Folgen zu vermeiden).
    Schwierig wird es wehnn es um Haftungsrecht, Versicherungsfrage usw. geht. Dann kann es sogar ein Verbot für Schuldeingeständnisse geben.
    Ob jetzt Merkel und Nahles für die Wähler attraktiver werden, nur weil sie einen Fehler gemacht haben? Vielleicht kommt ja in einigen Jahren heraus, dass die 'vorsichtige Einschätzung' von Herrn Maaßen doch richtig war. Ich jedenfalls habe zu dem bisherigen Ablauf seit dem Fall Chemnitz weiterhin Fragen, aber das spielt ja hier grad keine Rolle.

    Um trotzdem im politischen Feld zu bleiben: Hat irgendwer eine Entschuldigung von Seiten der SPD für die Einführung von Hartz IV und die daraus entstandenen Fehlentwicklungen und das daraus resultierende persönliche Leid der Betroffenen gehört? Statt dessen hat man es immer als große Arbeitsmarktreform gepriesen. Das dieses Thema der SPD zunächst mit der LINKEN viele Wähler und Mitglieder gekostet hat, und es fortlaufend mit der AfD weitergeht. Ich denke, dass sowohl die Banken- und Eurokrise als auch die Flüchtlingskrise benutzt wurden, um die eigentliche Achillesverse der SPD anzugreifen.

    Grundsätzlich, was aber auch schon gesagt wurde: Man kann Fehler zugeben. Kommt immer darauf an, wer einem gegenübersteht bzw. mit wem habe ich es zu tun und welche Konsequenzen / Entwicklungen erwartet werden können.
    Übrigens gerade auch im muslimischen Kulturkreis gilt, dass Männer niemals Fehler machen und Muslime auch nicht. Denn Allah ist groß.
    Ob jetzt Merkel und Nahles für die Wähler attraktiver werden, nur weil sie einen Fehler gemacht haben? Vielleicht kommt ja in einigen Jahren heraus, dass die 'vorsichtige Einschätzung' von Herrn Maaßen doch richtig war. Ich jedenfalls habe zu dem bisherigen Ablauf seit dem Fall Chemnitz weiterhin Fragen, aber das spielt ja hier grad keine Rolle.

    Um trotzdem im politischen Feld zu bleiben: Hat irgendwer eine Entschuldigung von Seiten der SPD für die Einführung von Hartz IV und die daraus entstandenen Fehlentwicklungen und das daraus resultierende persönliche Leid der Betroffenen gehört? Statt dessen hat man es immer als große Arbeitsmarktreform gepriesen. Das dieses Thema der SPD zunächst mit der LINKEN viele Wähler und Mitglieder gekostet hat, und es fortlaufend mit der AfD weitergeht. Ich denke, dass sowohl die Banken- und Eurokrise als auch die Flüchtlingskrise benutzt wurden, um die eigentliche Achillesverse der SPD anzugreifen.

    Grundsätzlich, was aber auch schon gesagt wurde: Man kann Fehler zugeben. Kommt immer darauf an, wer einem gegenübersteht bzw. mit wem habe ich es zu tun und welche Konsequenzen / Entwicklungen erwartet werden können.
    Ob jetzt Merkel und Nahles für die Wähler attraktiver werden, nur weil sie einen Fehler gemacht haben? Vielleicht kommt ja in einigen Jahren heraus, dass die 'vorsichtige Einschätzung' von Herrn Maaßen doch richtig war. Ich jedenfalls habe zu dem bisherigen Ablauf seit dem Fall Chemnitz weiterhin Fragen, aber das spielt ja hier grad keine Rolle.

    Um trotzdem im politischen Feld zu bleiben: Hat irgendwer eine Entschuldigung von Seiten der SPD für die Einführung von Hartz IV und die daraus entstandenen Fehlentwicklungen und das daraus resultierende persönliche Leid der Betroffenen gehört? Statt dessen hat man es immer als große Arbeitsmarktreform gepriesen. Das dieses Thema der SPD zunächst mit der LINKEN viele Wähler und Mitglieder gekostet hat, und es fortlaufend mit der AfD weitergeht, wir völlig ignoriert.

    Grundsätzlich, was aber auch schon gesagt wurde: Man kann Fehler zugeben. Kommt immer darauf an, wer einem gegenübersteht bzw. mit wem habe ich es zu tun und welche Konsequenzen / Entwicklungen erwartet werden können.
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